Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Über die Gemeinde

Zahlen, Daten & Fakten

Größe: 46,8 km2
20 Ortschaften: Abriach, Abtei, Dolintschach, Drabunaschach, Enzelsdorf, Feld, Freibach, Gallizien, Glantschach, Goritschach, Krejanzach, Linsendorf, Möchling, Moos, Pirk, Pölzling, Robesch, Unterkrain, Vellach, Wildenstein

Einwohner: 1760
Seehöhe: 436 m

Mit dem Fund einer römischen Villa und einer Siedlung im Jahr 1931 in der Nähe von Möchling, beide über eine Straße mit einer Befestigungsanlage am 653 m hohen Steinerberg verbunden, lässt sich die Siedlungstätigkeit auf dem Gebiet der Gemeinde zumindest bis zur Römerzeit zurückführen. Am Ende der Völkerwanderungszeit ließen sich slawische Stämme nieder, die auch für die deutsch-slowenische Namensgebung der Orts- und Flurbezeichnungen prägend waren (z.B. Dolintschach - Talmulden-Bewohner, Goritschach - Bergkuppenbewohner, Glantschach - Bewohner am steilen Hohlweg).

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbauten die Herren von Rechberg am nördlichen Obirabfall die Burg Wildenstein. Diese wurde jedoch 1348 von einem Erdbeben (welches auch zum Dobratschabsturz führte) zerstört und ist heute nur noch als Ruine erhalten. Herzog Heinrich IV. von Spanheim schenkte das Gebiet um Möchling (predium quod Mochilich dicitur) dem Stift St. Paul. Kirchenadministrativ gesehen unterstand das Gebiet, wie der gesamte südlich der Drau gelegene Teil Kärntens, seit 811 dem Patriarchat von Aquileia.

Augustiner-Chorherren des Stiftes Eberndorf errichteten eine dem Heiligen Jakob des Älteren geweihte Eigenkirche. Ursprünglich wurde die Kirche als „unter Wildenstein“ oder "an der Vellach" bezeichnet. Ab dem 15. Jahrhundert führte der Ort, in dem sich die Kirche befand, den Namen Gallizien (nach dem spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela in Galicien, die dem gleichen Heiligen geweiht ist). Davor hieß der Ort Gestidorf.

Im Jahre 1473 gab es den ersten von fünf Türkeneinfällen in Kärnten. Vom Möchlinger Feld aus unternahmen die Renner und Brenner, wie die asiatischen Reiterhorden auch bezeichnet wurden, ihre Streifzüge nach Gurnitz, Klagenfurt, Sankt Veit an der Glan, Feldkirchen und in die Wörthersee-Gegend, wo sie viel Schaden anrichteten, Menschen töteten, Bauernhöfe verwüsteten und Kirchen niederbrannten. In Goritschach erinnert das Mortinz-Kreuz an die große Türkenschlacht am 26. September 1473.

Bis ins 16. Jahrhundert war der Ortsteil Möchling ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da hier sowohl die Straße zum Seebergsattel durchführte (bis zum Ausbau des Loiblpasses ein wichtiger Karawankenübergang) als auch eine Überfuhr über die Drau existierte. Diese wurde im Jahr 1836 durch den Bau einer hölzernen Mautbrücke (Annabrücke) ersetzt.

Die 1850 gebildete Gemeinde Gallizien wurde 1865 um die Katastralgemeinde Goritschach (an Eberndorf) verkleinert. 1944 erfuhr sie durch die Eingemeindung der Katastralgemeinden Möchling und Vellach einen erheblichen Gebietszuwachs.


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